Ende 2007 konnte Jan Kleihues, Kleihues + Kleihues, den begrenzt-offenen, internationalen Wettbewerb für sich entscheiden. Die Hartwich/Mertens/INGENIEURE haben den Wettbewerb in der Tragwerksplanung begleitet. Das Preisgericht hat den Entwurf des Tragsystems in allen Kategorien der Bewertung mit gut bis sehr gut eingestuft. Auch hier ist eindeutig, der Beitrag der Ingenieure hat den ersten Platz belegt.
Nach einjähriger Planungsphase beginnen jetzt die Bauarbeiten. Das Bauvorhaben ist in folgende Bereiche gegliedert: Hotelturm, Büro- und Apartmentturm, Sockel mit den beiden Höfen. Dieser Bereich ist das verbindende Element zwischen den beiden Türmen. Hier sind Gastronomie, Handel und Konferenzbereiche untergebracht.
Die Tragwerksplanung wird durch die Büros Schlaich Bergermann und Partner, Berlin und die Hartwich/Mertens/INGENIEURE erbracht. Hier besteht eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der beiden Tragwerksplaner. Das Büro Schlaich Bergermann und Partner bearbeitet federführend den 277 m hohen Hotelturm. Das Konferenzzentrum und der 152 m hohe Büro- und Apartmentturm werden von den Hartwich/Mertens/INGENIEURE bearbeitet. Beide Büros stehen in engen Kontakt und haben sich zur Aufgabe gemacht, ein Gesamtprojekt wie aus einem Guss zu entwerfen.
Beide Hochhäuser haben ein in die Fassadenebene integriertes Röhrentragwerk mit innenliegendem Kern (tube-in-tube structure) zur Stabilisierung. Hierfür werden die außenliegenden Fassadenstützen diagonal angeordnet und zusammen mit den Deckenscheiben als räumliches Fachwerk ausgebildet. Die innenliegenden Kerne und das außenliegende Röhrentragwerk werden zusätzlich durch die massiven Trennwände miteinander gekoppelt, so dass der für tube-structures typische shear-lag-effect sehr wirksam abgemindert wird, und somit alle Fassadenstützen sehr effektiv zur Gebäudeaussteifung mit herangezogen werden können.
Projektteam: Uwe Bernhardt, Joachim Hartwich